Italienblick

Im Jahr 1931 hat Thomas Mann einen Vortrag zum Thema „Mein Sommerhaus“ während der Versammlung des Rotary clubs in München gehalten. Der Schriftsteller hat behauptet: „Dieser Ort ist so merkwürdig, dass man ihn ebenso gut wie Spanien und Italien gesehen haben muss“. „Italienblick“ ist ein traumhaftes Bild, das sich von der Verande des Thomas Mann Hauses in die Kurische Nehrung auftut. Hat man einmal das Bild gesehen, so vermisst man es wie einen Nächsten.
Die schöne Kiefer mit einem geschwungenen Stamm, unten liegende Fischerhäuser, der Blick auf das Kurische Haff rechts und das Bulvikis-Horn in der Ferne - dieses Landschaftsmotiv von Nida, das von dem Uošvės-Berg (dt. Schwiegermutterberg) im Ortsteil Skruzdynė zu sehen ist, wurde am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts von Künstlern und Fotografen „Italienblick“ bezeichnet. Es ist micht mehr möglich genau zu sagen, seit wann oder unter welchen Umständen dieses Landschaftsmotiv seinen Namen erhalten hat, doch malten viele Maler, darunter B.F.Behrendt, E. Wirth, W. Riemann, M. Pechstein, E. Mollenhauer und andere das geliebte Motiv. Im Jahr 1930 hat Thomas Mann auf dem Schwiegermutterberg ein Sommerhaus gebaut. Seit der Zeit wurde die Bezeichnung „Italienblick“ mit dem Namen des Schriftstellers in Verbindung gebracht.