Hermann-Blode-Museum

Öffnungszeiten
Mai - September
I-VII 8:00 – 20:00
Der Eintritt ist frei
Im östlichen Teil des Fischerdorfes Nida 1867 eröffnete Friedrich Blode ein Gasthaus. Im Jahre 1885 übernahm Hermann Blode, ein großer Kunstliebhaber, von seinem Vater das Hotel. Hermann Blode richtete den Künstlern ein Atelier ein, in dem sie arbeiten konnten, und eine Veranda, auf der Sie abends zusammenkamen und diskutierten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Hermann-Blode-Gasthaus unter den Künstlern sehr beliebt und so entstand um 1890er Jahren die Künstlerkolonie Nida. Vor dem Ersten Weltkrieg war das Herman-Blode-Gasthaus bereits als „Künstlerkolonie Nida“ bekannt. In Nida versammelten sich viele Maler, Fotografen, Komponisten, Schauspieler, Schriftsteller und Dichter. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren in Nida mehr als 200 Künstler tätig. Zu den berühmten Gästen des Hotels zählten Ernst Bischoff-Culm, Walther Heymann, Max Pechstein, Lovis Corinth, Sigmund Freud, Thomas Mann, Hans Beppo-Borschke, Karl Schmidt-Rotluff u.a.
Hermann Blode entwickelte sich zum Mäzen der sich bildenden Künstlerkolonie. Seine Tochter heiratete den Maler Ernst Mollenhauer und der führte das Gasthaus nach dem Tod von Hermann Blode 1934 weiter bis 1945.
1945 verlagerte sich die Kriegsfront nach Nida. Im Hermann-Blode-Gasthaus fielen die Soldaten der Roten Armee ein. Die über Jahrzehnte gesammelten Gemälde wurden von ihnen in der Sauna verheizt. Zu späteren Sowjetzeiten wurde das alte Hotelgebäude abgerissen und ein neuer Bau erbaut. Jedoch wird die Erinnerung an die Künstlerkolonie Nida in der historischen Exposition im Hotel "Nidos banga" bewahrt.