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DIE AUS SAND VERWEHTEN DÜNEN – DIE PARNIDIS DÜNE DIE KAPS – DAS BULVIKIS KAP D D NENÜ DIE HCR U Individuelle Route DIE BEPFLANZTEN DÜNEN – DIE DÜNE VECEKRUGO Auf der ganzen Halbinsel der Kurischen Nehrung gibt es einen Gürtel aus größeren Dünen. Die Geographen nennen ihn den Großen Dünenhügel. Die durchschnittliche Größe des Hügels beträgt 25-30 m, die Breite – 400-1200 m. Die Düne der alten Wirtschaft – Vecekrugas (Wetzekrug) bei Preila ist mit ihrem 67,2 m hohen Gipfel die größte Düne auf der ganzen Kurischen Nehrung. Der Name der Düne stammt aus dem alten kurischen Wort vece – alt und kruogs – Wirtschaft. Die ganze Düne ist mit Bergkief- ern bewachsen. Diese Kiefern begann man auf der Kurischen Nehrung in der Mitte des 19. Jh. anzupflanzen. Die kleinen Bäume wurden aus Dänemark gebracht. Die Spezifik dieser Kiefern ist die, dass ihr Wurzelsystem auf der Oberfläche des Bodens weit ausge- breitet ist. Das lässt den beweglichen Meeressand sehr gut befestigen. Die Düne Vecekrugo ist ein besonderes Beispiel für den Einfallsreichtum bei der Befestigung der Sandverwehungen. Die Entste- hung des großen Erdhügels begann im 16. – 17. Jh., nachdemman die Wälder, die ein natürliches Hindernis gegen das Rutschen des Sandes waren, massiv zu fällen begann, und die tieferen Sandschichten der Kurischen Nehrung in Bewegung gesetzt wurden. Die Sandkörner, vom Wind verweht, begannen sich vom Meer Richtung Osten zu bewegen. Sie begruben Bäume, Häuser und manchmal die ganzen Dörfer. Als die Einwohner im 18. Jh. die Lebensgefahr einsahen, fingen sie an, ihre Fehler zu korrigieren. Man begann mit der komplexen Befestigung und Bepflanzung der Dünen. Zuerst begann man das mechanische Gehege zu bauen. Das waren 30-40 cm hohe Zäune aus Ruten oder Schilf, die quadratenweise senkrecht und waagerecht in Richtung des Windes gebaut wurden. Später wurden in die Quadrate verschiedene Gräser und Bäume angebaut, meistens die Bergkiefern. Für die Bereicherung des Sandbodens hat man Mergel aus dem Haff und Schlamm verwendet. Am Fuße der Dünen und in den Tälern hat man die Kiefern- und Laubwälder angepflanzt. Die Kiefern waren einheimisch, also einfache Kiefern. Die Besucher können die Vecekrugo Düne sehr gut von der Hauptstraße Nida – Smiltynė erreichen, auch vom Fahrradweg, der Preila und Nida verbindet. Auf dem Gipfel der Düne ist ein Aussichtsplatz eingerichtet. Als Kaps bezeichnet man solche Stellen des Festlandes, die weit ins Wasser hineinragen. Die östlichen Ufer des Kurischen Haffs sind durch Kaps von verschiedener Länge gewölbt, welche die Siedlungen entlang des Ufers auf ganz natürliche Weise vor dem Wind schüt- zen. Die Kaps entstanden im 18. -19. Jh. als Akkumulationen des Sandes, den der Wind von den Dünen in Richtung Osten schob. Das Bulvikis Kap ist die breiteste Stelle der Kurischen Nehrung, die bis 3,8 km reicht. Es wird vermutet, dass das Kap nach einem Kuren namens Bulvikis, einem hiesigen Einwoh- ner, benannt wurde. Es gibt auch andere Deutungen, nach denen das Wort aus dem Schwedischen stammt, wo bolja eine Welle bedeutet und vik – eine Bucht. Bevor die großen Dünen bepflanzt wurden, vergrößerte sich das Bulvikis Kap sehr rasch: 1837-1910 wuchs es jedes Jahr um durchschnittlich 7 m. Heute beobachten wir einen umgekehrten Prozess. Das Kap wird von den Strömungen im Haff gespült und wird immer kleiner. Wenn Sie das Kap aus Nida erreichen wollen, da gibt es überhaupt kein Problem. Sie gehen Richtung Norden das Haffufer entlang oder fahren mit dem Fahrrad Richtung Preila. Wenn Sie die Parnidis Düne besteigen, die südlich des Dorfes Nida liegt, betreten Sie das Areal der weißen Dünen. Das ist die einzige Stelle auf dem Territorium des Nationalparks der Kurischen Nehrung, an der bis heute eine Kette der vomWind verwehten Dünen erhalten geblie- ben ist. Von der Parnidis Düne südwärts öffnet sich eine hervorragende Aussicht auf die Landschaft des Grobšto Naturschutzgebietes. Wenn das Wetter gut ist und zugleicht eine gute Sichtbarkeit gibt‘s, kann man die Sandhügel sehen, die sich auf dem Territorium der Russischen Föderation befinden. Die Wissenschaftler haben berechnet, dass diese Wanderdünen, die vom westlichen Wind geschoben werden, sich jedes Jahr ca. 0,5 bis 10 m Richtung Osten bewegen. Der Sand ist ein sehr leichter und brüchiger Fels, welcher vom Wind getrieben sehr weite Abstände bewältigt. Die Dünen bewegen sich, indem die Sandkörner vom Hang, der in der Windrichtung liegt, zum Hang, dessen Position gegen die Windrichtung ist, verschoben werden. Die vom Wind angehobenen Sandkörner wandern auf der Düne in einer bestimmten Weise. Auf Litauisch heißen diese feinen Wege ,,ruzgos’’. Das sind sanfte Sandfurchen. Der Sand wandert, bis er ein Hindernis in Form einer Pflanze trifft. In den Niederungen, die von den Menschen kaum besucht werden, erinnert die Oberfläche der Dünen an den Meeresgrund. Diese vom Wind verwehten Dünen werden noch Weiße Dünen genannt. Die helle Farbe verleiht dem Sand Quarz, der hier von 85 bis 99 Prozent ausmacht. In den vom Wind verwehten Dünen wachsen große queckenartige Pflanzen: Gemeine Strandhafer, Strandroggen, Sand-Reitgras. Diese Pflanzen haben kräftige Stiele und die Fähigkeit, im beweglichen Meeressand zu wachsen. Sie halten den Sand auf und verstreuen die Windstöße. Unter dem Schutz dieser Pflanzen können auch zartere Pflanzen gedeihen: das Doldige Habichtskraut, der Baltische Bocks- bart, das Duft-Leinkraut, die Strand-Platterbse. Weil man die empfindliche und leicht zu verletzende Landschaft der weißen Dünen schützen will, werden die Besucherströme reguliert. Es gibt Zonen, welche man nicht besuchen darf. Liebe Besucher, wir möchten Sie auch daran erinnern, dass man die weißen Dünen vom Osten nicht besteigen darf. Es ist auch verboten, vom Kamm der Düne Richtung Haff herunterzugehen oder zu rutschen.

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